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Lyrics Zwischentöne: Blank (ASP)

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Zwischentöne: Blank

Seit Jahren lieg ich in den Morgenstunden
Statt schlafend wach in meiner kleinen Kammer
Vielleicht doch schlafend, aber bei Bewusstsein
Als wären Ruhestunden nicht schon rar
Statt des herbeigewünschten Friedenfindens
Kommt suchend eine Traumgestalt ins Zimmer
Es ist die Dame, die ich nächtens sehe,
durch Gänge und durch Säle einsam gehen
Astoria, die beinah transparente,
die Haar und Finger durch das Schlüsselloch
lässt wehen, wie um mich damit zu locken,
den Weg mir aufzuzeigen, doch wohin?

Mein Körper, bleibt er auf der Pritsche liegen?
Verbindet mich mit ihm ein Faden zart?
Wie eine Nabelschnur – wer ist die Mutter?
So dehnbar und elastisch folgt sie mir
Im fahlen, schwülen Licht wie eine Leitung
Verbindet sie mein Ich mit meinem Selbst,
pumpt stetig etwas weniger Bewusstsein
Ins Satellitenzwillingshirn hinein

Umgarnt von transzendenten Spinnenweben,
den Haaren einer lächelnden Gestalt
Sie kitzeln, ohne je mich zu berühren
Sie ziehen ohne Spannung an der Haut
Man kann uns Geister kaum mehr unterscheiden,
und doch besteht sie nicht aus einem Selbst.
Sie wirkt wie aus frei schwirrenden Partikeln
Zur Einheit sich verbindend wie ein Schwarm
Vervollkommnend im wirbelnd schnellen Tanze
Um einen Kern aus Nichts, um eine Lücke

Ich kann nicht anders, jede Nacht dasselbe
Ich folge durch das schlafende Hotel
Es schläft nie wirklich,
summt noch hinter Türen,
jedoch, es fühlt sich an wie menschenleer
In jeder Nacht seit dem Beginn der Träume,
falls es sich dabei um ein Träumen handelt,
verfolge ich die Frau ein Stückchen weiter,
ich wandle um die Ecken und durch Türen
So geht es kreuz und quer, hinauf, hinunter,
doch spür ich insgesamt geht es bergab.

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